Glossar
Genossenschaft
Die eingetragene Genossenschaft ist ein Gemeinschaftsunternehmen von Unternehmern. Sie ist nach dem Gesetz und der von den Mitgliedern verabschiedeten Satzung allein der Förderung ihrer Mitglieder verpflichtet. Andere Zwecke verfolgt sie nicht. Die Förderung wird durch die Mitglieder bestimmt: Ihr Auftrag an das Gemeinschaftsunternehmen ist bindend für die Genossenschaft. Dies kann die Übertragung von Teilaufgaben aus dem Einzelunternehmen, aber auch die Ausweitung der bisherigen Geschäftstätigkeit durch die Kombination der Leistungen aller Beteiligten sein.Joint Venture
Charakteristisch für ein Joint Venture ist die Gründung eines Gemeinschaftsunternehmens durch zwei oder mehrere voneinander unabhängige Partnerunternehmen. Dieses ausgegliederte Unternehmen erbringt alle Aufgaben im Hinblick auf die gemeinsam festgelegten Ziele. Dieser zeitlich unbefristete Zusammenschluß ist grundsätzlich auf horizontaler, vertikaler und diagonaler Kooperationsebene möglich. Die kapitalmässige Beteiligung erfolgt meist zu gleichen Teilen [Backhaus, K. et al.: Strategische Allianzen und strategische Netzwerke, in: Wirtschaft und Studium, 22. Jg., 1993, Heft 7, S. 2].Kernkompetenz
Eine Kernkompetenz wird verstanden als integrierte und durch organisationale Lernprozesse koordinierte Gesamtheit von Technologien, Know-how und Prozessen, mit dessen Besitz ein Unternehmen seine Marktstellung behaupten kann. Sie muß einen überdurchschnittlichen Beitrag zu dem vom Kunden wahrgenommenen Wert leisten und potentiellen Zugang zu einer Vielzahl von Märkten (Mehrfachverwendbarkeit) eröffnen [Hamel, G.; Prahalad, C.K.: Wettlauf um die Zukunft, Überreuter Verlag, Wien 1995].Netzwerk
Ein Netzwerk ist ein System aus mehreren Elementen, die untereinander Verbindungen aufweisen und dadurch einen Austausch von Informationen, Material und/oder Werten ermöglichen [Hm].Performance von Kooperation
Die Performance von Kooperationen wird bestimmt durch das Leistungsniveau bzw. die Leistungsstärke der einzelnen Kooperationspartner und deren Zusammenwirken [Hm].Performancekriterien
Kriterien, bestehend aus Haupt- und Einzelkriterien, die eine Bewertung der Performance von Kooperationen ermöglichen und diese bestmöglich abbilden [Hm].Steuerungsform (Struktur)
Hinsichtlich der Steuerungsform sind polyzentrische und fokale Unternehmen zu unterscheiden. Bei polyzentrischen Netzen verfügen alle Partner bei strategischen Entscheidungen des Unternehmensnetzwerks über das gleiche Mitspracherecht. In fokalen Netzwerken hingegen entscheidet ein einzelnes Unternehmen, dem sich alle anderen Partner unterordnen müssen [Hm].Strategische Allianz
Sie werden als Zusammenschlüsse von Unternehmen definiert, die auf der gleichen Wertschöpfungsstufe stehen. In einer strategischen Allianz verbinden zwei oder mehr Unternehmen ihre individuellen Stärken, um so das gemeinsam verfolgte Ziel zu erreichen. Durch Konsolidierung der individuellen Stärken können strategisch relevante Wettbewerbsvorteile gegenüber Konkurrenten gesichert und in den einzelnen Geschäftsfeldern ausgebaut werden. Austauschbeziehungen werden nicht über Markttransaktionen geregelt, sondern vielmehr arbeiten die Partner in den einzelnen Geschäftsfeldern, bspw. Forschung oder Vertrieb, zusammen. Die Partner von strategischen Allianzen sind auch nach dem Zusammenschluß grundsätzlich selbständig. Lediglich in Bezug auf das gemeinsame Ziel müssen die Partner ihre Geschäftsfelder entsprechend koordinieren und untereinander abstimmen. Tendenziell sind Kooperationen dieser Art kurz- bis mittelfristig ausgelegt. [Backhaus, K. et al.: Strategische Allianzen und strategische Netzwerke, in: Wirtschaft und Studium, 22. Jg., 1993, Heft 7, S. 2].Unternehmensnetzwerke
Ein Unternehmensnetzwerk ist ein Zusammenschluß mehrerer Unternehmen, die bei Bedarf Informationen und/oder Material austauschen können. Dieser Zusammenschluß ist für eine langfristig Zusammenarbeit ausgelegt, deshalb stabil, und wird auch als Kooperationsplattform bezeichnet. Aufgrund von Veränderungen des Kooperationszieles oder Unzulänglichkeiten der Partner kann die Zusammensetzung sich ändern. Die Entstehung einer solchen quasi-stabilen Plattform erfordert langfristige Vorbereitungen und eine mehrjährige Aufbauphase (Potentialsuche, Potentialcheck, Potentialerschließung), um vertrauensvolle Beziehungen und eine funktionierende Organisation zu schaffen [Hm].Unternehmensnetzwerktyp
ie unterschiedliche Ausprägung bestimmter Netzwerkeigenschaften führt zu unterschiedlichen Netzwerktypen. Sie hängt letztendlich von der übergeordneten, strategischen Zielsetzung der Kooperationspartner ab. Aus dem breiten Spektrum möglicher Netzwerkausprägungen haben sich vier grundlegende Netzwerktypen herausgebildet: strategisches Netzwerk, virtuelle Unternehmung, regionales Netzwerk und operatives Netzwerk [Hm].JPAGE_CURRENT_OF_TOTAL
<< Start < Zurück 1 2 Nächste > Ende >>
